5 Minuten für mich

Dies soll eine Text- und Datei-Sammlung werden mit Inhalten, die gut tun, auch mit euren Ideen. Es beginnt mit dem Text vom Samurai und dem Spatz, den ich (Beate) sehr mag und der in 5 Minuten gut zu lesen ist. Der Samurai und der Spatz

Die Fabel von der Schneeflocke, die früher bei meinem Zahnarzt im Wartezimmer hing: Die Fabel von der Schneeflocke

Anja Mattner liest einen Text/ein Gedicht von Mascha Kaleko:

Eine Kollegin, die von dem Gedicht begeistert war, gab gleich ihren Tipp für kurze Besinnung/bei-sich-sein. Es ist eine (kostenlose) App für kleine Atemmeditationen, Atem-Übungen, die ihr gut tun. Die App heißt Breathly, ich habe es schon ausprobiert.

Eine kleine Geschichte aus dem echten Leben: Ich war auf der Beerdigung meines ehemaligen Professors, zusammen mit anderen früheren Student*innen. Es war eine sehr berührende Beerdigung und es wurde ein Gedicht vorgetragen, das der Verstorbene und seine Frau sich gerne gegenseitig auf gemeinsamen Spaziergängen aufgesagt haben. Nach der Beerdigung wusste niemand mehr den Verfasser, auch den Titel nicht, wir wollten es aber gerne nachlesen. Aber jede/jeder erinnerte irgendein Fragment und nach 2 Wochen und viele Mails später hatten wir es zusammen: Czeslaw Miloz: Gabe

Der Tag war glücklich.
Der Nebel fiel früh herab, ich hatte im Garten zu schaffen.
Die Kolibris rasteten an der Blüte des Kaprifoliums.
Es gab in der Welt kein Ding, das ich hätte haben wollen.
Ich kannte niemanden, den ich beneiden müsse.
Was Böses geschehen war, hab ich vergessen.
Ich schämte mich nicht zu denken, ich sei, wer ich bin.
Ich spürte keinerlei Schmerz im Leibe.
Aufgerichtet sah ich das blaue Meer und die Segel.



Das Foto habe ich vom blühenden Hartriegel im Innenhof gemacht

Nun kommt ein Text, der oft irrtümlicherweise Charly Chaplin zugeschrieben wird, verfasst hat ihn aber Kim McMillen.

Als ich mich selbst zu lieben begann…

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Charlie Chaplin
an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Urheberin Kim McMillen

Auszug aus der Antrittsrede von Nelson Mandela 1994

Unsere tiefste Angst ist es nicht